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Die Zukunft der Stadt.

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Technisches Museum Wien, 2016-2018

(Co-Kurator)

Es ist eine mittlerweile bekannte Tatsache, dass wir schon seit längerem mit einem enormen Urbanisierungstempo konfrontiert sind. Der entscheidende Turnaround war 2007: Seit damals leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis 2050 wird sich der Anteil auf fast 70 Prozent steigern. Ein Umstand, der in Europa übrigens schon länger Realität ist. Denn EU-weit leben bereits heute 73 Prozent der Bevölkerung in städtischen Agglomerationen (Österreich: 66 Prozent,
Deutschland: 75 Prozent). Grund genug, nach den Auswirkungen, Chancen und Risken dieser Entwicklung zu fragen. Und den Potentialen der Stadt, Lösungen für immer komplexer werdende Probleme zu bieten.

Die Ausstellung, für die ein Aufsehen erregender, multifunktionaler Neubau im Museum errichtet wurde, spürt dieser Innovationskraft nach. Zeichnen sich doch Städte - unter dem Druck der permanenten Veränderung - seit jeher durch ein spezifisches "innovatives Milieu" aus. Am Beginn steht zunächst die Frage: Welche Bilder haben wir eigentlich von Städten? Die sich daraus ergebende Auswahl an urbanen Charakteristika (dicht, bewegt, hoch, vernetzt, gemacht, reizvoll, zeitgerecht, vielfältig etc.) benennt die Subthemen der Ausstellung. Ihnen werden jeweils eigene Räume zugeordnet, in denen Trends und Innovationen beispielhaft gezeigt werden. Mögliche Antworten, wie wir künftig im urbanen Umfeld wohnen und arbeiten, uns fortbewegen und kommunizieren werden. Spezifische Rauminszenierungen und ein hohes Maß an Interaktivität sind dabei ein wesentlicher Teil der Gestaltung.

Das 21. Jahrhundert konstituiert den Menschen endgültig als urbanes Wesen. Als solches steht es in enger Wechselbeziehung zu seiner Umwelt, prägt diese und wird von ihr geprägt. Der "äußeren Urbanisierung" entspricht auch eine "innere Urbanisierung" ( G. Korff.). Welche Folgen es hat - mental, sozial, kulturell, ökonomisch, ökologisch und nicht zuletzt technologisch -, wenn wir immer mehr zu Stadtmenschen werden, auch das wird mit der Ausstellung diskutiert.

 

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