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Ludwig Hirschfeld: Wien in Moll

Ausgewählte Feuilletons 1907-1937. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Payer

 

Wien: Löcker Verlag 2020
(263 S., 8 Abb.)

"Ich kenne meine Vaterstadt genau, aber ich liebe sie." Ludwig Hirschfeld (1882-1942) sah sein Verhältnis zu Wien in humoristischer Ambivalenz. Mehr als drei Jahrzehnte lang schrieb er für die "Neue Freie Presse", kommentierte er in seinen Feuilletons das Alltagsleben der Stadt: von der Jahrhundertwende über die Notzeit des Ersten Weltkriegs bis hin zur Wirtschaftskrise und dem Modernisierungsschub der Zwischenkriegszeit. Dabei war er stets nah an den Menschen. Sein ironisch-satirischer Blick auf ihre Freuden, Sorgen und Nöte bescherte ihm eine wachsende Zahl an LeserInnen. Mit leichter Feder und melancholischem Grundton verband er Unterhaltung mit Tiefgang, hielt er der bürgerlichen Mittelschicht den Spiegel vor, gerade so, dass es ein bisschen wehtat - aber nicht zu viel. Karl Kraus bezeichnete ihn einmal als "mondänen Causeur, der lachend die Wahrheit sagt".

Aufgund seiner jüdischen Herkunft musste Hirschfeld 1938 nach Frankreich emigrieren. Nach vier Jahren Flucht wurde er interniert, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Der Band versammelt rund vierzig der besten Stadt-Feuilletons. Das ausführliche Nachwort informiert über Leben und Werk des heute zu unrecht vergessenen Feuilletonisten.

 

Inhalt:
Vorwort - Kaiserliches Wien: Fiakerlied in Moll - Konzert für Augen - Anleitung zum Reichwerden - Derbystudie - Besuch bei den Tieren - System Rigi - Semmeringschwärmerei - Die gedankenlose Insel - Der gesetzlich geregelte Hausmeister - Der Stellwagen ins Liebhartstal - Naschmarktelegie - Die letzte Stunde - Wien im Krieg: Der eiserne Sommer - Der Brotkorb - Urlaub auf dem Gänsehäufel - Die Hausherren und die Mieter - Anmeldung in der Sommerfrische - Kulinarischer Ausflug - Der letzte Kaffee - Die besteuerten vier Wände - Verkehrselend - Die Flucht in die Häuslichkeit - Der weiße Fleck - Die Heimkehr der Soldaten - Republikanisches Wien: Bilder vom Tage der Nationalversammlung - Führer durch Wien - Der Klub der Selbstraseure - Alles um eine Krone - Statistik um Mitternacht - Die überwundene Teuerung - Muskulöser Sonntag - Gemüt für alle - Abschied von den Nullen - Verbindung mit Wien - Interview mit einem Eintänzer - Madame nimmt zu - Praterkonjunktur - Wiener Wahlsonntag - Abbau der Worte - Noch immer zu nobel - Herr ohne Beschäftigung - Gruß aus X-Beliebig - Vergehen und Werden - Nachwort: Ludwig Hirschfeld. Humorist und Sonntagschroniqueur.

 

Pressestimmen:

"Der Historiker Peter Payer hat eine Sammlung von Texten Ludwig Hirschfelds vorgelegt - vielen Dank dafür! Hirschfeld war ein bekannter und beliebter Journalist, ein Meister des Feuilletons, der feinen Klinge. Seine Texte befassen sich kritisch und ironisch mit seiner Heimatstadt, immer merkt man ihnen die tiefe Zuneigung zu Wien an. (...) Payer und Hirschfeld führen uns in und durch ein vergangenes Wien, in 'Die Welt von Gestern'." (www.thalia.at)

"Neu zu entdecken: Der Feuilletonist Ludwig Hirschfeld begleitete Wiens Aufstieg zur modernen Metropole. (...) ... Hirschfelds unübersehbarer Hang zur Melancholie. Nicht umsonst trägt der Sammelband mit Feuilletons, den der Historiker und Stadtforscher Peter Payer soeben herausgegeben hat, den Titel 'Wien in Moll'. Angelehnt ist dieser an jenen des ältesten und ersten von insgesamt 43 Feuilletons, die hier abgedruckt sind - eine ausgesprochen schmale Auswahl, wenn man bedenkt, dass allein die Anzahl der Artikel, die der rastlose Vielschreiber für die Neue Freie Presse verfasste, in die Vierstelligkeit geht." (Falter/Stadtzeitung Wien)

 

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